Inhalte der Dokumentation

Psychopathologischer Befund

Der Querschnittsbefund zum Untersuchungszeitpunkt

Auch: psychischer Befund · AMDP-Befund · Psychopathologie

Was ist Psychopathologischer Befund?

Der psychopathologische Befund beschreibt den psychischen Zustand einer Person zum Untersuchungszeitpunkt systematisch und beobachtungsnah. Üblich ist die Gliederung entlang der AMDP-Systematik: Bewusstsein und Orientierung, Aufmerksamkeit und Gedächtnis, formales und inhaltliches Denken, Wahrnehmung, Ich-Störungen, Affektivität, Antrieb und Psychomotorik sowie Suizidalität. Er ist ein Querschnittsbefund, keine Diagnose, und wird in der Verlaufsdokumentation regelmäßig fortgeschrieben.

Auf einen Blick

Charakter
Querschnittsbefund zum Untersuchungszeitpunkt, keine Diagnose
Übliche Systematik
AMDP
Pflichtthema
Suizidalität wird explizit befundet, auch wenn unauffällig

Typische Fehler

  • Suizidalität gehört immer in den Befund, auch wenn sie verneint wird. Ein fehlender Eintrag ist im Haftungsfall schwer zu erklären.
  • Deutungen gehören nicht in den Befund. „Wirkt abwehrend, vermutlich wegen der Mutterbeziehung" mischt Beobachtung und Interpretation.

Häufige Fragen

Was gehört in einen psychopathologischen Befund?
Beobachtbare Merkmale entlang einer Systematik, üblicherweise AMDP: Bewusstsein, Orientierung, Aufmerksamkeit und Gedächtnis, formales und inhaltliches Denken, Wahrnehmung, Ich-Störungen, Affektivität, Antrieb und Psychomotorik sowie Suizidalität.
Ist der Befund dasselbe wie die Diagnose?
Nein. Der Befund beschreibt den Zustand zum Untersuchungszeitpunkt. Die Diagnose ordnet diese Beobachtungen zusammen mit Anamnese und Verlauf einer ICD-10-Kategorie zu.

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Verwandte Begriffe

Quellen

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