Diarisierung
Wer hat wann gesprochen
Auch: Sprechertrennung · Speaker Diarization · Sprechererkennung
Was ist Diarisierung?
Diarisierung, auch Sprechertrennung genannt, ist die automatische Aufteilung einer Aufnahme danach, wer wann gesprochen hat. Sie beantwortet die Frage „wer spricht wann", nicht die Frage „wer ist das". Für die therapeutische Dokumentation ist sie relevant, weil sie Redeanteile der Patientin von denen der Therapeutin trennt und damit erst auswertbare Transkripte ermöglicht. In der Gruppentherapie ist sie technisch anspruchsvoller und zugleich datenschutzrechtlich heikler, weil mehrere betroffene Personen beteiligt sind.
Auf einen Blick
- Beantwortet
- Wer wann gesprochen hat, nicht wer die Person ist
- Nutzen
- Trennung der Redeanteile für auswertbare Transkripte
- Bei Gruppen
- Technisch schwieriger, mehrere betroffene Personen
Typische Fehler
- Diarisierung ist keine biometrische Identifikation. Wird sie mit gespeicherten Stimmprofilen zur Wiedererkennung verbunden, ändert sich die datenschutzrechtliche Bewertung deutlich.
- Bei ähnlichen Stimmen und Überlappungen sind Zuordnungsfehler häufig. Vor der Übernahme in die Dokumentation gehört das Ergebnis geprüft.
Häufige Fragen
Ist Diarisierung eine biometrische Verarbeitung?
Wie zuverlässig ist die Sprechertrennung?
Den bürokratischen Teil abgeben
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Verwandte Begriffe
Transkription
Die Verschriftlichung einer Aufnahme. Ist selbst Verarbeitung besonderer Datenkategorien.
Gruppentherapie-Dokumentation
Jede teilnehmende Person braucht einen eigenen Eintrag in ihrer eigenen Akte.
Einwilligung in die Tonaufnahme
Ohne ausdrückliche Einwilligung ist die Aufnahme einer Sitzung nicht nur unzulässig, sondern strafbar.
Quellen
- § 630f BGB: Dokumentation der Behandlung
- § 630g BGB: Einsichtnahme in die Patientenakte
- § 203 StGB: Verletzung von Privatgeheimnissen
- Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
Diese Seite fasst den Stand der genannten Quellen zusammen und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.
